Tennisarm Symptome, Ursachen, Behandlung

Der Tennisarm (Epicondylus lateralis humeri) äußert sich in Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Diese Schmerzen können bei bestimmten Bewegungen stark zunehmen. Um den Tennisarm von anderen Erkrankungen zu unterscheiden, kann man durch bestimmte Widerstandstests die Schmerzen provozieren.

In diesem Artikel erfahren Sie genau, woran man einen Tennisarm erkennen kann (Symptome), etwas über die Ursachen und etwas über eine effektive Behandlung vom Tennisarm.

Einen Tennisarm heilen ist nämlich nicht immer leicht, aber mit der richtigen Methode schneller gemacht als gedacht.

Tennisarm Symptome

Der Tennisarm äußert sich durch starke Schmerzen im Bereich des Ellenbogens. Diese Schmerzen sind sehr unangenehm und werden durch bestimmte Bewegungen verstärkt.

Der Schmerz befindet sich meist direkt an dem Sehnenansatz des Muskels. Auch die Muskeln, die direkt am Ellenbogen (Epicondylus radialis humeri) ansetzen, können schmerzen. Die Schmerzen strahlen hier oft nach oben und nach unten aus, von dem Knochenvorsprung an der Außenseite des Ellenbogens.

Wer vom Tennisarm betroffen ist, kann das Ellenbogengelenk meistens nicht komplett durchstrecken und jede Bewegung schmerzt. Das Hochheben einer Tasse oder ein einfaches Händeschütteln kann bereits sehr schmerzhaft sein.

Während beim Tennisarm die Außenseite des Ellenbogens betroffen ist, ist bei dem Golferarm die Innenseite des Ellenbogengelenks betroffen.

Die Schmerzen im Bereich des Ellenbogens können chronisch werden, daher sollte schnell gehandelt werden, wenn sich diese Symptome einstellen.

Schmerz kann auch schon entstehen, wenn nur der Ellenbogen oder die Muskeln dort in dem Bereich des Ellenbogens berührt werden. Bei diesem Schmerz spricht man von einem Druckschmerz.

Tennisarm Symptome auf einen Blick:

  • der Arm kann nicht mehr gestreckt werden und man verfällt in eine Schonhaltung
  • Druckschmerz an der Außenseite vom Ellenbogen
  • Kraft reicht nicht, um die Faust vernünftig zu ballen
  • schwaches Handgelenk
  • Schmerz bei jeder Bewegung
  • Schmerzen beim Strecken oder Beugen der Handfläche gegen einen Widerstand
  • manchmal Kribbelgefühl in der Hand des betroffenen Arms
  • im betroffenen Arm kann auch ein leichtes Taubheitsgefühl entstehen
  • Zittern in der Hand des betroffenen Armes
  • Sensibilitätsverlust im Unterarm

Tennisarm durch Widerstandstests erkennen

Ärzte nutzen bestimmte Verfahren, um einen Tennisarm eindeutig zu identifizieren. Zu einem sehr erfolgreichen Verfahren gehört das Erkennen des Tennisarms durch Widerstandstests. Hierbei wird die Handfläche gegen einen Widerstand gedrückt und dabei sollten die Schmerzen zunehmen, wenn es sich um einen Tennisarm handelt.

Ein Tennisarm kann durch folgende Widerstandstests diagnostiziert werden:

  • steckt man oder beugt man die Hand gegen einen Widerstand, verstärkten sich die Schmerzen
  • Schmerz entsteht, wenn das Handgelenk in Richtung Handrücken bewegt wird
  • Beim Strecken des Mittelfingers gegen einen Widerstand entsteht Schmerz, da der oberflächliche Strecke des Unterarms betroffen ist.

Tennisarm Ursachen

Ein Tennisarm entsteht, wenn das Ellenbogengelenk einer dauerhaften Überlastung ausgesetzt ist. Wie der Name schon verrät, kann diese Überlastung besonders beim Tennis spielen schnell geschehen. Ein Tennisarm kann aber auch durch übermäßige Arbeit am Computer, zu hartes Training oder handwerkliche Tätigkeiten entstehen.

weitere Auslöser für ein Tennisarm können sein:

  • Rudern
  • Badminton
  • Anheben von schweren Gegenständen
  • zu energisches Werfen eines Balls

Oft sind Personen betroffen die schon von Natur aus verkürzte Sehnen haben im Arm. Außerdem kann die Muskulatur rum um den Ellenbogen verkrampfen, was dann zu dem Syndrom „Tennisarm“ führt.

Durch die genanten Aktivitäten verspannt die Muskulatur immer mehr und dies ruft Schmerzen hervor. Außerdem können weitere Schmerzen durch Triggerpunkte hervorgerufen werden.

Grundsätzlich kann ein Tennisarm durch Tätigkeiten entstehen, bei denen der Ellenbogen bzw. die Muskeln um den Ellenbogen zu sehr belastet oder falsch belastet werden.

Durch die dauerhafte Überlastung des Arms entstehen in den Sehnenansätzen im Bereich des Ellenbogen (Epicondylus radialis humeri) kleine Mikrorisse, welche zu einem schmerzhaften Reizzustand führen können.

Manchmal können auch frühere Erkrankungen die Ursache für einen Tennisarm sein. Dabei kann es sich um einen vergangenen Unfall handeln, oder aber auch um eine Gelenkerkrankung, die schon länger besteht. Auch ein operativer Eingriff in der Vergangenheit am Arm kann die Erhöhung der Chance auf einen Tennisarm erhöhen.

Hinweis: Am häufigsten tritt der Tennisarm bei Menschen zwischen 30 und 50 Jahren auf.

Tennisarm Behandlung

Um einen Tennisarm erfolgreich zu behandeln, sollte zuallererst das Wichtigste bedacht werden:

Der Arm braucht Ruhe.

Der erste Schritt bei der Heilung eines Tennisarmes ist dem Arm Ruhe zu geben. Man sollte in dieser Phase auf keinen Fall den Arm weiter belasten und in dieser Phase den Arm so wenig es geht beanspruchen oder belasten.

Indem der Tennisarm ruhig gestellt wird, können die Mirkorisse schneller heilen und eine weitere Entzündung und Verschlimmerung der Symptome wird somit vermieden.

Unterstützend zur Ruhephase des Tennisarmes wird eine Wärme- oder Kältebehandlung empfohlen. Beides wirkt sich positiv auf die Heilung aus, daher kann dies individuell entschieden werden.

Um das Ruhigstellen des Tennisarmes zu erleichtern kann unterstützend eine Bandage oder eine Spange eingesetzt werden, die den Arm vor Vibrationen und suboptimalen Bewegungen schützt.

Es gibt bei beiden Vor- und Nachteile. Meisten ist es jedoch individuell, ob nun eine Bandage oder eine Spange besser ist. Oftmals hängt dies von der jobtechnischen Situation ab und welches individuelle Tragegefühl bevorzugt wird.

Tennisarm Bandage oder Tennisarm Spange?

Grundsätzlich haben die Bandage und die Spange für den Tennisarm das Ziel den Arm zu stabilisieren und zu komprimieren. Auf diese Weise kann die Verletzung schneller abheilen und der Arm kann somit schneller wieder eingesetzt werden. Zudem lindern die beiden Instrumente zur Behandlung des Tennisarms noch die Schmerzen und man wird somit schon am Anlegen etwas beschwerdefreier.

Tennisarm – was hilft nun wirklich?

Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten für einen Tennisarm, daher kann man hier schnell durcheinander kommen und weiß nicht, welche Behandlung für einen Tennisarm nun wirklich effektiv ist. Anfangs wird meistens ganz konservativ an die Behandlung eines Tennisarms herangegangen, im schlimmsten Fall kann sogar eine Operation notwenig sein. Hier soll jedoch nun auf die wirklich effektiven Methoden eingegangen werden, mit denen man möglichst schnell und ohne viel Aufwand die besten Ergebnisse erzielen kann.

In einem weiteren Artikel informieren wir über die effektivsten Methoden und Hilfsmittel, um einen Tennisarm erfolgreich zu behandeln.